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University of Yale in New Haven

Von Andrea Schenker Wicki, 27.3.2008

Nach Asien sind nun die USA in der Pipeline. Die Vorbereitungen für den Studienaufenthalt in den USA sind allerdings Peanuts im Vergleich zu denjenigen von Shanghai und Hyderabad. Mit der Graduate School of Management der University of Yale in New Haven haben wir einen gut eingespielten und angenehmen Geschäftspartner. Die «Kinderkrankheiten» unseres USA-Aufenthaltes konnten alle mehr oder weniger behoben werden - der Aufenthalt in Yale findet nun schon zum dritten Mal statt - nur die Einreise ist immer noch mühsam: die Sicherheitskontrollen im JFK-Flughafen in New York sind langatmig und stressig. Mir graut jetzt schon wieder, wenn ich an diese endlosen Kolonnen denke, die alle im Schneckentempo abgefertigt werden!

Aber ist man erst draussen, geht es sehr rasch mit dem Bus nach New Haven, das sich im Bundesstaat Connecticut befindet, etwa zwei Stunden nördlich von New York. Die Yale University ist übrigens eine sehr ehrwürdige und alteingessene Universität. Gegründet im Jahr 1701 ist Yale die drittälteste und gleichzeitig eine der reichsten und prestigeträchtigsten Universitäten in den USA. Aus diesem Grund bin ich auch mächtig stolz auf unser institutionelles Agreement mit Yale! Yale ist sehr wählerisch, was die institutionelle Zusammenarbeit mit anderen Universitäten anbelangt.

Imposant ist der Campus und sind die Gebäude, die stark an unsere alten europäischen Universitäten erinnern. Wir Europäer fühlen uns da sofort wie zu Hause! Sehr berühmt ist in Yale auch die Law School. Viele der Richter des Supreme Court (oberstes Gericht in den USA) haben ihre Abschlüsse in Yale gemacht. Der Ruf als Kaderschmiede für eine erfolgreiche juristische Laufbahn kommt von daher. Traditionellerweise ist die Yale University auch mit der Verwaltung in Washington eng verbunden, indem viele Professoren Beratungsmandate in der nationalen Verwaltung wahrnehmen oder während einer gewissen Zeit dort gearbeitet haben. Diese engen Beziehungen gelten allerdings nicht nur für die Verwaltung. Auch die letzten drei amerikanischen Präsidenten sowie eine der aktuellen Präsidentschaftskandidaten (Hillary Clinton) haben Abschlüsse aus Yale. Die Clintons sollen sich gar in der Bibliothek von Yale nähergekommen sein.

Die Fachgebiete, mit denen wir uns in den USA in erster Linie beschäftigen werden, sind Innovation Management, Global Risk und Negotiation. Für alle drei Bereiche stellt uns Yale sehr gute Professoren zur Verfügung, zu denen wir in der Zwischenzeit freundschaftliche Beziehungen aufbauen konnten. Mein persönlicher Favorit und interessantester Gesprächspartner ist Paul Bracken. Er war lange Zeit in der Verwaltung in Washington tätig und verfügt über ein grosses Fachwissen im Bereich der Sicherheitspolitik. Seine Erfahrungen hat er auch in die Politik der Clinton Administration eingebracht. So ist es immer wieder spannend, mit ihm über den Irakfeldzug oder über seine Einschätzung des globalen Terrorrisikos zu diskutieren. Paul wirkt übrigens auch in unserem Weiterbildungsprogramm «International Management and Corporate Culture» mit und erfreut sich bei unseren Studierenden grosser Beliebtheit.

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